Fahrrad mit Helm und Jacke neben Picknickdecke auf Wiese im Park

Fahrradfreundliches Haaren e.V.

Aachener Bürgerinitiative für einen sicheren und komfortablen Radverkehr in Haaren und Verlautenheide

Stellungnahme zu den Planungen am Europaplatz

Eingefärbte Draufsicht auf den Plan zum Europaplatz, mit Änderungen.

2020 haben wir vom Fahrradfreundlichem Haaren e.V. uns zuletzt mit dem Europaplatz befasst. Die Stadt Aachen macht dies nun ebenfalls und hat Planungen für einen Umbau veröffentlicht. Hierzu haben wir folgende Anmerkungen verfasst, die wir der Stadt per Mail geschickt haben.


Zunächst möchten wir Ihnen für Ihre Planung danken, den Fuß- und Radverkehr am Europaplatz attraktiver zu gestalten. Die geplanten Umbaumaßnahmen am Europaplatz sind für uns von der Aachener Bürgerinitiative Fahrradfreundliches Haaren sehr bedeutsam, weil die Wegführung Teil der Radvorrangroute von Haaren/Verlautenheide in die Aachener Innenstadt werden soll. Damit diese Route gerade für Pendler eine Alternative zur Benutzung des Autos bietet, muss sie durchgängig und sicher sowie einfach und zügig zu befahren sein.

Deshalb begrüßen wir es, dass für die Zufahrt vom Wurmweg aus offenbar ein Durchstich geplant ist, wodurch die jetzige enge, kurvige und steile Auffahrt ersetzt wird. Gegenverkehr und die gemeinsame Nutzung mit Fußgängern stellen derzeit eine große Herausforderung dar, welche gerade in Herbst und Winter dieses Teilstück schnell zu einer Gefahrenstelle werden lässt.

Wir möchten darauf drängen, diesen Durchstich gleich im Rahmen des aktuell geplanten Umbaus durchzuführen, statt ihn auf später zu verschieben, damit der Rad- und Fußweg samt Absenkungen, Abtrennungen und Markierungen an der Stelle gleich richtig angelegt werden kann und keine doppelten Baukosten und vermeidbaren Flickstellen entstehen.

Die weitere Streckenführung der RVR scheint über die westliche Joseph-von-Görres-Straße und die Dennewartstraße geplant zu sein. Diese Wegführung halten wir in mehreren Punkten für sehr ungünstig und konfliktreich.

Beim Weg in die Stadt müsste man zweimal links abbiegen, und zwar in der Joseph-von-Görres-Straße und in der schlecht einsehbaren Kurve der Dennewartstraße. Danach wird der Radverkehr über zwei voneinander unabhängige Bedarfsfußgängerampeln geführt. Hierbei bestehen bei der ersten, nördlichen Ampelanlage zwei Probleme: Der Bedarfstaster muss vom Radweg aus auf dem Gehweg bedient werden, aber vor allem ist die Aufstellfläche ungenügend: Ein auf dem Radweg nachkommender Geradeausverkehr wird an der Weiterfahrt behindert. Nach Erhalt des Grünsignals erschwert das weitere Warten (bei einer vorangehenden Nutzung nochmals länger) an der zweiten, südlichen Bedarfsfußgängerampel zusätzlich die Annahme der geplanten Wegführung.

Insgesamt würde bei dieser Routenführung die Sicherheit, die Attraktivität und damit der Wert der gesamten RVR deutlich gemindert werden!

Wir plädieren für eine Führung der RVR vom Wurmweg über den Kreis und die Südseite des Blücherplatzes komplett als Zweirichtungsradweg. Dort ist genügend Platz, wenn man die Fahrbahn Richtung Europaplatz
schon in Höhe der Eintrachtstraße auf eine Fahrspur verjüngt, statt wie heute erst kurz vor dem Kreis, und der Radverkehr wäre schon auf der richtigen Seite für die Fortsetzung durch die Sigmundstraße. Der Anschluss an den Kreis ließe sich durch einen größeren Bogen so gestalten, dass keine spitzen Winkel zu
fahren sind und der Rad- und Autoverkehr sich eher rechtwinklig mit guten Sichtverhältnissen kreuzen würden. Auch das sollte beim jetzigen Umbau schon berücksichtigt werden.


Anbei ein Bild, welches die Änderungen etwas verdeutlicht.

Eingefärbte Draufsicht auf den Plan zum Europaplatz, mit Änderungen.
Änderungsvorschläge im Plan

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